Der erste Arbeitstag - alles anders als in Deutschland!

Am 19. April 2007 sollte mein erster Arbeitstag sein. Ich begann um 6.45 Uhr in der Frühschicht.

Da ich ja schon einen Probetag hatte, kannte ich schon die Station und hatte ein wenig Ahnung vom Ablauf des Tages. Meine Kollegin, die für mich zuständig war, arbeitet den ganzen Tag mit mir zusammen, zeigte mir alles und beantwortetet mir alle Fragen die ich hatte.

Die Patienten merkten schnell, daß ich keine Schweizerin war und gaben sich Mühe deutlich zu reden und wenig Wörter zu benutzen die ich nicht verstand.

Da ich jetzt richtig dort arbeitet merkte ich, daß einiges anders war als ich es in Deutschland gelernt hatte. Viele Sachen, die ich in Deutschland als überflüssig angesehen hatte, wurden hier gar nicht mehr gemacht und das gefiel mir. Auch musste ich nicht alles dreifach in der Patientenakte dokumentieren, da es in Schweiz so gut wie keine Patienten gab, die auf die Idee kamen das Spital oder den Arzt zu verklagen. Im Gegenteil, sie sind sehr dankbar und erkannten meine Arbeit an. Ich war nicht mehr die Putzfrau und der letzte Dreck, wie ich es von Deutschland gewohnt war. Auch die Ärzte (sogar der Oberarzt) stellten sich mir persönlich vor und boten mir das "Du" an. 

Auch neu war, daß ich ab jetzt i.v. spritzen, Blut abnehmen und venöse Zugange legen durfte, bzw. musste. Das war mir in Deutschland wegen der Risiken und der rechtlichen Grundlagen streng verboten.

Das sollte nicht das letzte sein, was neu war und ich sollte noch viel lernen, vor allem über die Sprache, die schon fast einer Fremdsprache glich.

 

22.5.07 08:46

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